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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Nachteilsausgleich

Der Nachteilsausgleich ist ein Instrument zum Ausgleich individueller Nachteile und soll Chancengleichheit im Studium gewährleisten. Die Inanspruchnahme des Nachteilsausgleiches wird nicht im Zeugnis vermerkt und ist freiwillig. Ein bewilligter Antrag auf Nachteilsausgleich muss nicht in Anspruch genommen werden.

  

Für wen?

Studierende können nach §40 AllgStuPO den Ausgleich von Nachteilen beantragen, die aufgrund:

nicht in der Lage sind, Studien- und/oder Prüfungsleistungen in der vorgesehenen Form oder Weise zu erbringen. 

Beispiele

Eine Form von Nachteilsausgleich kann z.B. sein

bei Studienleistungen:

  • Flexibilisierung der Abgabefristen von Hausaufgaben, Protokollen, Hausarbeiten etc.
  • Modifikation der Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltun­gen, in Laboren, bei Exkursionen etc.
  • Modifizierung der Gruppenarbeit 

bei Prüfungsleistungen:

  • die Verlängerung der Bearbeitungszeit bei Klausuren um ...% 
  • die Möglichkeit, alle Klausuren bis Ende des Bachelor-/Masterstudiums bei Bedarf durch bis zu ... Pausen von jeweils bis zu ... Minuten zu unterbrechen
  • Zuweisung eines eigenen Bearbeitungsraums bei Klausuren, der von wenigen weiteren Prüfungsteilnehmer*innen mitgenutzt werden kann
  • Modifikationen in praktischen Prüfungen, bei Bedarf z.B. Einsatz von Assistenzkräften und zusätzlichen technischen Hilfsmitteln

Wie stelle ich einen Antrag auf Nachteilsausgleich?

Der Antrag besteht aus zwei Teilen:

1. dem Antrag auf Nachteilsausgleich sowie

2. den erforderlichen Nachweisen, z.B. das Ärztliche Attest bzw. die Stellungnahme des psychotherapeutischen Fachpersonals.

Ihren Antrag richten Sie an den zuständigen Prüfungs­ausschuss Ihres Studiengangs, indem Sie immatrikuliert sind. Der Antrag sollte rechtzeitig beim Prüfungsausschuss gestellt werden, dass Zeit bleibt, die Prüfungs- und Studienbedingungen durch den*die Dozent*innen zu modifizieren.

Angesichts der aktuellen Situation wegen Corona, senden Sie Ihren Antrag und die Nachweise per Email mit Ihrer TU-Emailadresse und als eine PDF-Datei direkt an den Prüfungsausschuss.

Antrag schreiben

Für einen Antrag auf Nachteilsausgleich können Sie ein Antragsformular von den Seiten des zuständigen Prüfungs­ausschusses Ihres Studiengangs nutzen. Dieses finden Sie auf den jeweiligen Seiten Ihres Institutes.

Ist ein solches nicht vorhanden, darf der Antrag formlos gestellt werden. Gern können Sie dafür unseren Musterantrag nutzen.

Inhalt des Antrags:

  1. Bitte legen Sie im Antrag zunächst dar, was Ihre Symptome sind und wie sich die Beeinträchtigung auf ihr Studium erschwerend auswirkt. Zum Beispiel kann eine "verminderte Konzentrationsfähigkeit" ein Symptom sein aufgrund einer Erkrankung und/oder Nebenwirkungen von Medikamenten. Die Angabe der Diagnose ist nicht erforderlich. 
  2. Darauffolgend formulieren Sie die mögliche Form von Nachteilsausgleich, die Ihre individuelle Beeinträchtigung(en) ausgleichen würde. Studierende können eine oder mehrere Modifizierungen der Studien- und/oder Prüfungsleistungen beantragen. Unter diesem Link finden Sie weitere Beispiele.
  3. Ebenfalls anzugeben ist, für welche(s) Modul(e) oder Semester oder Bachelor-/Masterstudium Sie den Nachteilsausgleich benötigen.
  4. Unterschreiben Sie den Antrag und fügen Sie Ihre Nachweise hinzu. 

Nachweise

Der Antragsgrund – die Behinderung(en) und/oder die chronische(n) Erkrankung(en) - muss durch ein fachärztliches Attest oder eine Stellungnahme des psychotherapeutischen Fachpersonals bestätigt werden. Die ärztlichen bzw. die psychotherapeutischen Befundtatsachen sind die Grundlage für die Entscheidung des Prüfungsausschusses.

Das Attest bzw. die Stellungnahme muss beinhalten:

  • Die voraussichtliche Dauer der Erkrankung und daraus ableitend, die Empfehlung, für welchen Zeitraum der Nachteilsausgleich gewährt werden sollte
  • Ausführliche Beschreibung der Krankheitssymptome bzw. der medizinischen Befundtatsachen (für Laien verständlich)
  • Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit: Art der sich aus der Erkrankung ergebenen Beeinträchtigung im Bezug zum Studium (einschließlich z.B. Nebenwirkungen von Medikamenten, Umfang von Behandlungen zu Lasten der Zeit für das Studium)
  • Empfehlung einer/mehrerer Form(en) von Nachteilsausgleich und deren Umfang, z.B. …% mehr Schreibzeit bei Klausuren; Gewährung von … Pausen von jeweils … Minuten bei Klausuren (die länger als 90/…min dauern)
  • ggf. Empfehlung über Zulassung von Hilfsmitteln in Form von …
  • Untersuchungstag, Stempel und Unterschrift Arzt/Ärztin bzw. psychologische/r Psychotherapeut*in

Die Angabe der Diagnose ist nicht erforderlich. Sie kann in Einzelfällen zweckmäßig sein, wenn damit gleichzeitig die Symptome der Erkrankung beschrieben werden. Dies sollte nur dann geschehen, wenn der/die Patient*in damit einverstanden ist.

Ein Schwerbehindertenausweis ist nicht notwendig und genügt allein nicht.

Was passiert nachdem ich den Antrag gestellt habe?

Die Entscheidung über Ihren Antrag und über die Art und den Umfang des Nachteilsausgleichs wird Ihnen vom jeweiligen Prüfungsausschuss mitgeteilt. Ihr Antrag wird entweder (verändert) bewilligt oder abgelehnt.

Bewilligung

Entweder wurde Ihrem Antrag in der Art und dem Umfang voll zugestimmt. Oder die Form(en) des Ausgleichs wurde(n) verändert, d.h. Ihrem Antrag wurde verändert zugestimmt. Sie können den Nachteilsausgleich dann wahrnehmen. Wenn die Veränderung jedoch zu keinem Ausgleich der Nachteile führen kann, nehmen Sie bitte Kontakt zu unserer Beratungsstelle auf.

Wenn Sie den genehmigten Nachteilsausgleich wahrnehmen möchten, müssen Sie eigenständig als Studierende jede*n Dozent*in der Veranstaltung(en), in der sie sich prüfen lassen möchten, über den bewilligten Nachteilsausgleich informieren und die modifizierten Studien- und Prüfungsbedingungen absprechen. Ansonsten besteht kein Anspruch auf Nachteilsausgleich.

Ablehnung

Bei einer Ablehnung nehmen Sie bitte Kontakt zu unserer Beratungsstelle auf. 

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