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TU Berlin

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BAföG

Beim BAföG gibt es etliche Sonderregelungen für behinderte und chronisch kranke Studierende. Der Berechnung werden erhöhte Einkommensfreibeträge zu Grunde gelegt. Die Leistungsüberprüfung nach vier Semestern kann auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Sie können sogar über die Regelstudienzeit hinaus BAföG bekommen. Bitte wenden Sie sich wegen einer ausführlicher Beratung direkt an das Amt für Ausbildungsförderung oder an Frau Gomm vom StudierendenWERK.

Verlängerte Förderungsdauer
Üblicherweise gibt es zum Ende des 4. Fachsemesters eine Leistungsüberprüfung durch das Amt für Ausbildungsförderung. Wenn Sie behindert oder chronisch krank sind, kann diese Überprüfung zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden. Ebenso kann die Förderungshöchstdauer verlängert werden. Sie müssen in beiden Fällen nachweisen, dass Ihre Behinderung zu einer Verlängerung der Studienzeit geführt hat. Außerdem müssen Sie eine Bestätigung des Bafög-Beauftragten Ihrer Fakultät vorlegen, dass Ihr Studienziel innerhalb eines vertretbaren Zeitraumes erreichbar ist. Als Gründe zählen nicht nur gesundheitliche Faktoren, sondern z.B. auch bauliche Hindernisse an der Uni oder fehlende Hilfsmittel. Stellen Sie die Anträge rechtzeitig beim Amt für Ausbildungsförderung: Spätestens Ende des vierten Semesters bzw. der regulären Förderungshöchstdauer. BAföG, das wegen einer Behinderung über die Förderungshöchstdauer hinaus gezahlt wird, ist 100% Zuschuss und muss nicht zurückgezahlt werden. Eine verlängerte Förderung wegen Krankheit wird dagegen zu 50 % als Zuschuss und zu 50% als zinsloses Darlehen gezahlt. Wenn Sie durch eine chronische Krankheit erheblich in Ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt sind, sollten Sie daher geltend machen, dass es sich um eine "Behinderung" im Sinne des BAföG handelt.

Studierunfähigkeit wegen Krankheit
Wenn Sie wegen einer Krankheit längere Zeit vollständig studierunfähig sind, entfällt nach Ablauf des 3. Monats der BAföG-Anspruch, bis das Studium wieder aufgenommen wird. Über drei Monate hinaus gezahltes BAföG fordert das BAföG-Amt zurück. Wenn es also absehbar wird, dass Sie länger als 3 Monate krank sein werden, sollten Sie beim Immatrikulationsbüro Urlaubssemester beantragen. Frist für den Urlaubsantrag: 4 Wochen nach Vorlesungsbeginn, bei Krankheit auch länger. Mit dem Urlaubsnachweis und der Studier- bzw. Arbeitsunfähigkeit können Sie ggf. Sozialhilfe bzw. Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) beantragen. Wenn sich Ihr Studium dagegen wegen mehrerer kürzerer Krankheitszeiten verzögert und Sie in Ihrer Studierfähigkeit nur zum Teil beeinträchtigt sind, sollten Sie dagegen versuchen, eine behinderungsbedingt verlängerte Förderungsdauer nach BAföG geltend zu machen.

Altersgrenze
Wenn Sie bei Beginn der Ausbildung älter als 30. Jahre sind, gibt es kein BAföG mehr. Ausnahmen gelten, wenn Sie nachweisen, dass Sie wegen einer Krankheit oder Behinderung Ihr Studium nicht rechtzeitig anfangen konnten.

Ein ausführliches Informationsheft gibt es beim BAföG-Amt in der Behrensstraße 40/41 und im InfoPoint des StudierendenWERKs Berlin in der Hardenbergstraße 34 (TU-Mensa). Ebenso sind ausführliche Informationen im Internet zu finden, ein Blick auf die Service-Seite lohnt sich:

Informationen vom Deutschen StudierendenWERK zum Thema Bafög (hier klicken)

Informationen vom Bildungsministerium für Bildung und Forschung zum Thema Bafög (hier klicken)

StudierendenWERK Berlin
Amt für Ausbildungsförderung

Behrenstraße 40-41
10117 Berlin

Telefon: +49 (0)30 93939-70
Fax: +49 (0)30 93939-887279
E-Mail: info@studentenwerk-berlin.de

Sprechzeiten:
Dienstag 10:00-12:00 Uhr und 13:30-15:30 Uhr
Donnerstag 15:00-18:00 Uhr

Zugang zum Aufzug durch die Hofeinfahrt. An der Schranke über Klingel die Mitarbeiter der Auskunft zur Bedienung des Fahrstuhls anfordern.

Zur Internetseite des Amts für Ausbildungsförderung StudierendenWERK Berlin (hier klicken)

BAFöG-Rechner
Eine grobe Richtlinie über den Anspruch und die Anspruchshöhe von BAFöG erhalten Sie auf der Seite: http://www.brutto-netto-rechner.info/befoeg.php.

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Rechtsprechung: BAföG-Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus wegen Behinderung

In dem Urteil stellt das Gericht klar, dass die Annahme einer Behinderung als Grund für die Überschreitung der Förderungshöchstdauer beim BAföG nicht an die Feststellung einer Behinderung gemäß § 69 SGB IX gebunden sei. Gleichzeitig müsse für die Verlängerung der Förderungshöchstdauer keine Studierfähigkeit von mindestens 50 Prozent vorliegen. Eine Verlängerung der Förderungshöchstdauer sei vielmehr davon abhängig, dass die sonstigen Fördervoraussetzungen (grundsätzliche Eignung;  stetige Teilnahme an Lehrveranstaltungen und Befassung mit den Themen; erkennbarer, wenn auch langsamer Leistungsfortschritt) gegeben seien. Eine Höchstzahl von Verlängerungssemestern sehe das Bundesausbildungsgesetz ebenfalls nicht vor.

 

Quelle: Deutsches Studentenwerk 11. April 2019 "Tipps und Informationen Nr. 4 / 2019"

 

 

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Tel.:939 39-8416, Fax: -8402
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