direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Barrierefreiheit in der Digitalen Lehre - Hinweise für Lehrende

Liebe Lehrende der TU Berlin,

die Online-Lehre ist grundsätzlich ein sehr wertvolles ergänzendes Format für Studierende und ich begrüße jegliches Engagement in diese Richtung. Als Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten und in Rücksprache mit dem Servicebereich Familienbüro und der Betreuung für internationale Studierende möchte ich Sie als Lehrende bitten, auch in dieser besonderen Situation, die individuellen Lebenslagen der Studierenden im Blick zu behalten.

Bei der Umsetzung digitaler Lehrveranstaltungen kann unter Berücksichtigung einiger Aspekte die chancengleiche Teilhabe im Studium für unsere Studierenden ermöglicht werden. In der folgenden Auflistung finden Sie einige wichtige organisatorische und technische Hinweise, um deren Umsetzung ich Sie bitten möchte.

1. Qualität der Aufzeichnungen

Achten Sie bitte, soweit möglich, auf gute Ton- und Bildqualität sowie einen störungsfreien Hintergrund bei Vorlesungsaufzeichnungen. Vermeiden Sie einen unruhigen Hintergrund (z.B. Bewegungen im Hintergrund, großflächiges kariertes oder farbintensives Muster), flackernde oder blendende Lichtquellen sowie Störgeräusche, wie z.B. Hintergrundmusik, Rauschen oder auch Vogelgesang/ Naturklänge.

2. Barrierefreie Aufbereitung der Lehrinhalte

Bitte stellen Sie bestenfalls zusätzlich zu den aufgezeichneten Lehrveranstaltungen auch eine schriftliche Ausarbeitung der Informationen für Studierende zur Verfügung. Mögliche Formen sind u.a. (Trans)Skripte, Vorlesungsnotizen, schriftlich entwickeltes „Tafelbild“, Präsentationsfolien, Grafiken, Diagramme und Tabellen in guter Auflösung. Viele Studierende sind darauf angewiesen, da sie nicht gleichzeitig zuhören und mitschreiben, nicht alles Gesagte akustisch verstehen und/oder die Materialien nur unter starker Vergrößerung erkennen können.

Bitte bereiten Sie vor allem Ihre schriftlichen Ausarbeitungen möglichst barrierefrei auf. Sie erleichtern u.a. sehbehinderten Studierenden dadurch das Lesen und ggf. Vergrößern:

  • Die Inhalte müssen kontrastreich dargestellt werden: Optimal ist eine schwarze Schrift auf weißem Hintergrund. Bitte verwenden Sie eine serifenlose Schrift, wie z.B. Calibri, Verdana oder Arial. Vermeiden Sie es zudem, ganze Wörter oder Zeilen in GROSSBUCHSTABEN zu schreiben und/oder in Kursiv-Stellung.
  • Gestalten Sie Ihre Ausarbeitungen möglichst übersichtlich, so dass auch bei Vergrößerung der Bildschirmansicht der Überblick behalten werden kann.
  • Verwenden Sie eine möglichst verständliche Sprache mit einfachen Wörtern und kurzen Sätzen. Eine 15 Punkte Auflistung zur Erläuterung finden Sie unter Leitfaden für Verständliche Sprache [1].
  • Bilden Sie mit Überschriften die Gliederung des Dokuments ab. Verwenden Sie in Word-Dokumenten dafür die entsprechenden Formatvorlagen und nutzen Sie beim Erstellen von Tabellen und Aufzählungen die Optionen von Word, so dass diese von Sprachausgabeprogrammen lesbar sind.
  • Unten finden Sie Links zu weiteren Tipps, Anleitungen und Tools zur digitalen Barrierefreiheit.

Diese genannten Maßnahmen sind für seh- und hörbehinderte Studierende notwendig. Sie sind für alle Studierenden hilfreich.

3. Verfügbarkeit

Bitte lassen Sie die Online-Angebote (aufgezeichnete Vorlesungen und die genannten Skripte/Notizen) mindestens bis zu den Terminen der Prüfungen und der Nachprüfungen online. Benennen Sie Ihre Video-, Audio- und weiteren Dateien sowie Verlinkungen eindeutig. Beachten Sie, dass die Dateien nach Möglichkeit für alle Betriebssysteme (Linux, Windows, IOS) kompatibel zur Verfügung stehen.

4. Rückfragemöglichkeiten

Kommunizieren Sie eindeutig wann und wie Sie bei Rückfragen von Studierenden zu Ihren Lehrveranstaltungen und Materialien zu erreichen sind. Das ist wichtig und hilfreich für alle Studierenden.

5. Nachteilsausgleich

Beachten Sie, dass Studierende weiterhin Anspruch auf ihre bewilligten Formen von Nachteilsausgleich zur Modifikation der Studien- und Prüfungsbedingungen haben. Klären Sie bitte frühzeitig mit den Studierenden ab, wie die Nachteilsausgleiche individuell, insbesondere in den Prüfungssituationen, umgesetzt werden.

6. Modifikationen der „aktiven“ Teilnahme und zu Studien-/Prüfungsleistungen

Falls Sie Lehrveranstaltungen mit Webkonferenzen und anderen Präsenzformaten abhalten, bitten wir Sie, alternative Möglichkeiten der Teilnahme (z.B. Aufzeichnungen von Sitzungen) und Leistungserbringung anzubieten für:

  • Studierende mit Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen, die aufgrund fehlender Betreuungsmöglichkeiten nicht zu diesem Zeitpunkt an der Lehrveranstaltung teilnehmen können.
  • Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten, die einen vom Prüfungsausschuss genehmigten Nachteilsausgleich haben.

 

Da ich aufgrund dieser neuen und für uns alle unbekannten Situation sicherlich nicht sämtliche Fälle und Situationen von Studierenden bedacht habe, wenden Sie sich bei Fragen zu diesen Hinweisen, anderen Anliegen zur Umsetzung digitaler Lehrformate und Nachteilsausgleichen sehr gerne an mich, Janin Dziamski.

Wir bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung und Ihr bisheriges Engagement!

Janin Dziamski [2]

Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten

Katja Müller [3]

Servicebereich Familienbüro

Dr. Fred Mengering [4]

Betreuung für internationale Studierende

 

Unter folgenden Links finden Sie weitere Tipps, Anleitungen und Tools zur digitalen Barrierefreiheit:

  • Berliner Standards zur digitalen Barrierefreiheit [5] – u.a. Hinweise zur Gestaltung von Word Dokumenten [6] und PowerPoint [7] [Quelle: Kompetenzstelle für digitale Barrierefreiheit und Usability. Senatsverwaltung für Inneres und Sport]
  • Barrierefreie PDF [8] – Anleitung, Beispiele und Test [Quelle: Bundesfachstelle Barrierefreiheit. Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See]
  • Leitfaden barrierefreie Online-Videos [9] – u.a. Hinweise zur Untertitelung ohne und mit YouTube [Quelle: Projekt BIK für Alle. DIAS GmbH]

Beratung für Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
Beratung per E-Mail sowie
telefonisch nach
Vereinbarung via
barrierefrei@tu-berlin.de [10]
Webseite [11]

Download

Hinweise für Lehrende [12]

------ Links: ------

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Copyright TU Berlin 2008